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Schlampe!?

In Gedanken..., Kritik, Sexismus on 15. Januar 2013 at 11:23 pm

Der Blogartikel einer talentierten Journalistin der „Berner Zeitung“, hat mich kürzlich zu eine weitgehenden Überlegung zum Thema Sexismus gebracht. Es gibt – was aus den Kommentaren zu dem Artikel entnommen werden konnte – sehr differenzierte Meinungen zu diesem Thema, weswegen ich gerne meine Meinung zum Besten geben möchte.

Das Schimpfwort ist wirklich veraltet und hat längst jeden Sinn verloren, da es nur noch gebraucht wird um Frauen niederzuhalten und ihnen einzureden, dass sie etwas nicht können oder dürfen. Jeder bezeichnet einen als „Schlampe“, doch man weiss gar nicht, wie es jeweils gemeint war, hat keine Chance etwas zu ändern und verliert sich irgendwann in Selbstzweifel. Der beste Beweis ist die Verfasserin des erwähnten Blogs, sie hat vorher noch andere, ihrer Gedanken verfasst und als „Mamablog“ für die „BZ“ ins Netz gestellt, doch unter den enormen Vorwürfen und Beleidigungen zu diesen Arbeiten, konnte sie nicht mehr und musste dieses Projekt abgeben.

Ich hoffe sehr, dass dieses Wort und die damit verbundene Universaldiskriminierung, der (mehr oder weniger erfolgreichen) Frauen von heute, bald ein Ende hat, dass es aus unserem Sprachgebrauch verbannt und aus den Köpfen gestrichen wird. Diese Art der systematischen Niedermachung hat kein Lebewesen auf dieser Welt verdient, ob Frau, Mann oder Maus.

Artikel aus dem Blog Mag

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In Alltag, Geschichten, Ironie on 7. Januar 2013 at 11:22 pm

Ich war wieder einmal auf dem Heimweg, als sich einer der grauen Herren neben mich setzte. Er war das Klischee in sich – was man sich halt so vorstellt – mit Kravatte und Hemd, dem Telefon am Ohr. Wie auch immer. Der Rebell in mir begann zu schreien: „WAS FÜR EIN SPIESSER!„. Ich begann nachzudenken, woher diese Abneigung, nein, das Denken, dass dieser, doch etwas dickliche und in die Jahre gekommene, Bankheini etwas Schlechtes an sich haben muss, kam. Es war schon immer da, ich will nicht so sein, ich assoziiere das mit der „Gefangenschaft im Kapitalismus“, um es auf meine Weise auszudrücken. Er ist der Typ, der kleine Kinder auf der Strasse sterben lässt und zwar zu tausenden, nur um sich den neuen Benz leisten zu können.

Dieses Telefonat musste ich mir einfach anhören; „Geht sicher um die Ausbeutung des letzten armen Farmers in Brasilien, um sein Land als Sojaanbaugebiet nutzen zu können!“, dachte ich mir, während ich die Kopfhörer zur Seite legte. Doch es ging nicht um das Land des Caipirinha, nicht um die Übernahme der Welt und auch nicht um die Vereinigung aller weltlichen Besitztümer auf seinem Bankkonto. Nein, es ging um seine Tochter, die heute Geburtstag hatte und er, ihr Vater, konnte diesen Tag nicht mit ihr verbringen.

Ich hatte mich wiedereinmal selber beim Werten durch Vorurteile erwischt. Doch das dieser strenge, graue Herr in Wirklichkeit genau gleich schmerzlich einen geliebten Menschen vermisste und nichts lieber täte, als alles hinzuwerfen, um bei diesem zu sein – genau wie ich – war die Erkenntnis, die meinen Tag zu einem guten Tag machte.

„Die Unwissenheit kommt der Wahrheit näher als das Vorurteil.“

(Wladimir Iljitsch Lenin)

40er Jahre mit Pointe

In Geschichten, Tipps on 4. Januar 2013 at 4:28 am

Die kirschroten Lippen, die Haare, wie schwarzer Samt, ein leichter Hauch von Zigarrenrauch umgarnt ihre kurvenreiche und doch zierliche Figur, welche in ein ebenfalls kirschrotes Cocktail-Kleid gehüllt ist. Sie dreht sich mit einer federleichten Anmut zu mir um, ein Blick, so geheimnissvoll wie die Weiten des Universiums und doch in seiner Einfachheit so sinnlich, trifft mein, von Zuneigung gezeichnetes, Gesicht.

Um nicht so unbeholfen zu wirken ziehe ich an meiner, nach Vanille und Stärke stinkenden, Zigarre. Dazu einen Schluck von dem 18 Jahre alten Scotch, welcher mir die Dame in den Netzstrümpfen, die Dame, die mich so verstohlen beschnupperte, vor wenigen Augenblicken, serviert hatte.

Nein! Nur Sie, die Kirsche, die alles um sich herum wie verschmierte Schwarz-Weiss-Töne aussehen lässt, die Kirsche, mit der dieser eine Tango so unbeschreiblich, unvorstellbar erotisch wird, nur Sie zählt.

Alle anderen tollen Frauen in diesem kleinnen Pub nahe der Grenze, sind nicht annähenrnd so wohlgestaltet von Gott oder der Natur oder wer man sich dabei auch vorstellen mag. Diese unvorstellbare, unbeschreibbare und unerreichbare Lady ist das Manna in der Wüste, welche mein Liebesleben darstellt.

Von einem Moment auf den anderen wird meine Welt durch alles was ist und was sein wird zerschlagen. Der Mut, der vorher noch stark und wie ein Phoenix, der aus der Asche stach, war, erstarrte in einem scheuen Ton. Die Frau erblickte den Jungen – da er noch ziemlich unerfahren war nannten ihn alle „junge“ – und ging auf den, von der Schönheit des Mädchens begeisterten, Mann zu.

Er wusste nicht was er zu der Frau, welche ihn gefüllsmässig völlig überforderte , sagen sollte.

Er sagte nur: „Hey, bist du neu hier?“

Alles entwickelte sich von selber…

Jeder, der weiss was er will, wird es, in seinem pragmatisch gelebten Leben, sicherlich zu einem, von sich selber, bestimmten Ende bringen.