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Archive for the ‘Alltag’ Category

Wieder mal ein Schluck

In Alltag on 28. November 2013 at 6:13 pm

Das Wanken wird stärken, das Schreiben wir nicht einfacher.

Synonime finde ich kaum, Nomen werden klein gedruckt.

Noch einen schluck.

Die menschen werden mehr, mein sinn für grammatik nicht.

Wieso tue ich das?

Geschichten sind rar, mein leben ein einfaches.

Noch ein schluck.

Schöne dinge erkennt man unter drogen schneller, sie erstrahlen in hellem licht.

Der song erklingt. Ich schmelze im rausch. Die musik lässt einem schweben.

Noch ein schluck.

Trinken lässt die müdigkeit emporsteigen. Sex? Sicher.

Das übliche.

Ich kann mich nicht als etwas besonderes betrachten – traurig, aber ehrlich.

Woanders wär ich gern. Sonne, lust und liebe; die dinge die ich misse.

Prost!

Doch ich werde weiter kämpfen.

Was innert 15 Minuten in meinem Hirn abläuft

In Alltag on 27. November 2013 at 6:21 pm

Ich sitz mal wieder im Zug. Mir ist ziemlich langweilig. Ich hab wieder geraucht. Ich will es auf den Film schieben. Das Leben ist eben hart. Studenten nehmen Drogen, um die Uni zu überstehen. Schliesslich muss ich mit Arbeit und Matura klar kommen. Schliesslich will ich auch gutaussehend und sportlich sein. Heute Abend geh ich wieder ins Training. Liegt die Zigarrette da drin? Ich werd die Scheisse bereuen. Jeder hat doch sein Laster – ich hab mehrere. Ich bin noch jung, die haben das doch alle gemacht. Nein, ich benehme mich schrecklich. Die andern haben die Schuld. Ich muss nicht besser als die Anderen sein. Ich will besser als die ganzen Arschlöcher sein. Sie wiedern mich an – verdammte Egoisten. Keinen Gedanke sollte ich an die Menschen verschwenden. Geld solllte ich keins mehr ausgeben. Wie soll ich das Wochenende überstehen? Ich bleib zuhause. Das letzte Wochenende war mist, so ganz ohne Alk. Meinem Kumpel hab ich schon zugesagt. Ich vernachlässige meine Freundin. Freitags ist der Männerabend. Ich muss noch Geld abheben. Wenn ich nicht gehe, hassen sie mich. Ich werd einfach machen, was alle verlangen und am Sonntag lernen – vielleicht ein bisschen verkatert. Rauchen kostet auch. Den Scheiss muss ich nicht in meiner Lunge haben. Den Film möchte ich trotzdem noch einmal sehen.

Noch eine Station.

Ok. Zuhause muss ich aufs Klo und packen, danach ins Training.
Jetzt muss ich mein Zeug packen und aussteigen.

Meine Engel

In Alltag, Philosophie, Tipps on 8. April 2013 at 9:34 pm

Ich tue es immer wieder, obwohl ich es nicht möchte.

Du tust es vielleicht auch, aber es wird dich irgendwann einsam werden lassen.

Wieso wollen wir beide allen Bewohnern dieser Erde gefallen, wieso wollen wir, dass uns jeder mag?

Wieso schenken wir Mensche, die sie nicht zu schätzen wissen, geschweigedenn verdient haben, unsere unendliche Liebe?

Es darf nicht sein, dass unsere Nächsten kein Stück von uns erleben könne, weil wir wieder einmal einem Arschloch – das sich in unser Leben stielt – die Zeit schenken, welche eigentlich die guten Seelen verdient hätten.

Doch…wir lassen es zu. Wir lassen uns leiten vom Egoismus, von Eitelkeiten und wir benehmen uns selbstsüchtig.

Das Schlimmste an dieser Angewohnheit scheint, dass wir meist erst dann erkennen, wie wir die wahren Engel behandeln, wenn sie bereits davonfliegen – verscheucht von unserem Desinteresse.

Deshalb wünsche ich dir und mir den Mut, die Blutegel abzuschütteln und den Engeln die Tore zu öffnen und schenke Ihnen den besten Wein ein und serviere die herrlichsten Speisen – denn so haben es die Engel verdient.

Ich habe drei mal das Wort „Engel“ verwendet, denn es gibt drei wahre Engel in meinem Leben.

Denken ist scheisse!

In Alltag on 20. März 2013 at 10:48 pm

no future

Ich bin wieder einmal in einem kleinen bis mittelgrossen Loch aus Verwirrung versunken. Der Glaube,nein das Wissen, dass ich inzwischen in so verdammt vielen Fragen meines Lebens im Konflikt stehe, beschäftigt mich sehr. Alles was neu begonnen wird, wird kurz darauf oder kurz davor, so was von krass in Frage gestellt, dass gar kein Fortschritt entstehen kann. Was mich momentan am meisten beschäftig ist, dass mich so vieles beschäftigt und ich dadurch keine Wege gehen kann, sondern von einer Gabelung in die nächste stolpere. In einem früheren Text habe ich von Pragmatik und etwas bewegen geschwärmt, und nun?

Das schlimmste an dieser Situation ist aber nicht der Wiederspruch in mir selber, sondern der Zeitdruck. Man ist jeden Tag damit konfrontiert, möglichst schnell und effizient zu leben und ich – der eigentlich noch so viele Jahre seines Lebens vor sich hat – lasse mich voll auf diese Schiene ziehn. Die Angst etwas zu verpassen oder etwas nicht richtig beziehungsweise „effizient“ zu tun sitzt mir schon ewig im Nacken und lässt mich weder meine Ziele fixieren, noch mich fallen zu lassen und einfach zu leben.

Doch wenigstens habe ich mir heute wiedereinmal die Zeit genommen und etwas für mich und die Welt in die Tasten gehauen und vielleicht geht es nicht nur mir so. Wenn du Sonderling das also lesen solltest und den perfekten Schlachtplan für’s Leben besitzt, bitte melde dich…

Wieso nicht?

In Alltag, Tipps on 13. Februar 2013 at 7:15 pm

Willst du knutschen?
Nee ich hab nen Freund!
Das ist gelogen, ich seh’s in deinen gelbgrünen Augen.
Wieso sollte ich lügen?
Weil du Angst hast, Angst vor der Möglichkeit, dass ich der Eine sein könnte.
Wieso sollte ich davor Angst haben?
Weil du die Kontrolle verlieren würdest, denn du wärest nicht die, die ihre Zukunft bestimmt. Du würdest dein Leben in die Hände des Schicksals legen. Doch was du nicht ahnst ist, dass jedes Leben schon lange dem Schicksal gehört und du es höchstens beeinflussen kannst.
Kurzens Schweigen
Willst du Knutschen?
Nee jetzt hab ich keinen Bock mehr…

Anstand, bitte!

In Alltag, Gedanken..., Kritik on 13. Februar 2013 at 6:44 pm

Wieso man sich des Anstandes, der Höflichkeit und der gepflegten Ausdrucksweise entledigt hat?
Diese Frage schwirrt mir seit Anfang dieser Woche im Kopf herum.

Ist es nicht mehr zeitgemäss? In einer dermassen schnellen Gesellschaft haben die Schweizer keine Zeit für solch nebensächlich und ästetische Kleinigkeiten, wie Tür aufhalten oder ein „Dankeschön“ mit einem Lächeln.
Wahrscheinlicher wäre aber der allgemeine Kampf um Geld, Macht und jede Sekunde Zeit, in den man zwangsläufig gerät, in Job, Schule und sogar Privatleben. Diese Anspannung lässt einfach keine Umsicht und damit verbundenes Mitdenke zu.
Ich behaupte jedoch, dass das Hauptproblem im rücksichtslosen Egoismus der hiesigen Bevölkerung liegt, vielleicht bei der Jugend auch der Gedanke, dass Werte einer Lady oder eines Gentleman nicht so „cool“ sind, wie die allgemeine „mir ist alles scheissegal“-Einstellung. Was mich zu der Erkenntnis führt, dass Umgangsformen nicht an den Jugendlich scheitern, sondern an den Menschen, die ihnen richtiges Verhalten vorleben sollten.
Schlussfolgerung muss also sein, dass wir jungen Geister die Welt – gegen den momentanen Zustand – mit freundlicher Lebensweise bereichern sollten.

Wohin sind die revolutionären Gedanken verschwunden?! Wo ist die Einstellung, dass wir alles besser machen wollen als die Alten?!

Früher war es vielleicht das Aufständische oder das Rücksichtslose was die Jugend ausmachte, doch der Kern der Message blieb gleich: Anders als die Alten!

Also lasst und heute nett, höflich und rücksichtsvoll miteinander umgehen, denn das hat die Generation vor uns schon lange verlernt…

PS: ich rede immer von den 98%, denn in jeder Gesellschaft gibt es mindestens 2%, welche nicht vollkommene Vertreter der Spezies „ARSCHLOCH“ sind.

Standard

In Alltag, Geschichten, Ironie on 7. Januar 2013 at 11:22 pm

Ich war wieder einmal auf dem Heimweg, als sich einer der grauen Herren neben mich setzte. Er war das Klischee in sich – was man sich halt so vorstellt – mit Kravatte und Hemd, dem Telefon am Ohr. Wie auch immer. Der Rebell in mir begann zu schreien: „WAS FÜR EIN SPIESSER!„. Ich begann nachzudenken, woher diese Abneigung, nein, das Denken, dass dieser, doch etwas dickliche und in die Jahre gekommene, Bankheini etwas Schlechtes an sich haben muss, kam. Es war schon immer da, ich will nicht so sein, ich assoziiere das mit der „Gefangenschaft im Kapitalismus“, um es auf meine Weise auszudrücken. Er ist der Typ, der kleine Kinder auf der Strasse sterben lässt und zwar zu tausenden, nur um sich den neuen Benz leisten zu können.

Dieses Telefonat musste ich mir einfach anhören; „Geht sicher um die Ausbeutung des letzten armen Farmers in Brasilien, um sein Land als Sojaanbaugebiet nutzen zu können!“, dachte ich mir, während ich die Kopfhörer zur Seite legte. Doch es ging nicht um das Land des Caipirinha, nicht um die Übernahme der Welt und auch nicht um die Vereinigung aller weltlichen Besitztümer auf seinem Bankkonto. Nein, es ging um seine Tochter, die heute Geburtstag hatte und er, ihr Vater, konnte diesen Tag nicht mit ihr verbringen.

Ich hatte mich wiedereinmal selber beim Werten durch Vorurteile erwischt. Doch das dieser strenge, graue Herr in Wirklichkeit genau gleich schmerzlich einen geliebten Menschen vermisste und nichts lieber täte, als alles hinzuwerfen, um bei diesem zu sein – genau wie ich – war die Erkenntnis, die meinen Tag zu einem guten Tag machte.

„Die Unwissenheit kommt der Wahrheit näher als das Vorurteil.“

(Wladimir Iljitsch Lenin)

15 Minuten „arschfick“

In Alltag, Geschichten, Ironie, Kritik on 3. November 2012 at 1:14 am

Der harte Arebeitstag schien zu enden, der Körper sass in einem Zug, der meist nicht übermässig besetzt ist. Der Kopf war auf einer anderen Schiene. Der Kopf dachte an die Novelle, die er bis vor 10 Minuten studiert hatte.

OMG!, das war der erste – zugegeben sehr popkulturmässige – Gedanke, der den Kopf durchstach, als der Körper sich neben zwei „Menschen“ setzte.

„Das nächste mal, wenn ich einen, wie den seh, schlag ich ihn richtig kaputt!“

Der erste Satz der den Kopf traf, war schon das Urteil über den IQ der Nachbarsitzenden. Denn so viel Dummheit und Nonsense hatte der Kopf schon seit langem nicht mehr gehört.

Das „Gespräch“ setzte sich dann fort, über Ausländer und Gewalt, der Protagonist erboste sich massiv über die Denkweise der Immigranten aus den Balkanstaaten. Die relativ neuen Einwanderer seine nur darauf aus, zu provozieren und sich gegenseitig tot zu schlagen. Er war sehr wahrscheinlich gar nicht in der Lage festzustellen, dass er sich ganau so verhielt, wie er es von den „Ausländern“ hasst.

…der Kopf wollte etwas sagen, doch der Körper war um seine Unversehrheit besorgt und gewann somit den heutigen Kampf gegen den Kopf  und seine Abneigung gegen „Neo-Nazis“…

Kinder töten

In Alltag, Kritik on 22. Oktober 2012 at 6:03 pm

Ich hasse sie dafür.

Rechts und Links sitzen sie neben mir, fragen sich, wie man sowas tun kann. „Ich sag’s euch!“, denke ich mir, während sie sich in falsches Mitleid stürzen und sich über den, der das getan hat die Köpfe zerbrechen. Diese Menschen, toerrecht und selbstgefällig wie sie sind. Sie sagen, dass sie das niemals verstehen, geschweige denn tun könnten. Aber sie tun es täglich. Sie töten sie, aber nicht selber, dazu hätten die gemästeten Schweine gar nicht die Kraft. Nein. Die Drecksarbeit übernehmen grosse Firmen, die sich mit Hilfe brüsten, die dort gar nie ankommt.
Ihr ermordet täglich Kinder nicht hier, nicht mit eigenen Händen, aber ist dies denn nicht noch viel schlimmer…?

Tramfahrt

In Alltag, Gedanken... on 10. Juli 2012 at 1:04 pm

Sie steigt ein;

das Lebensbild spiegelt sich in Ihren Augen,

Enttäuschung, Schmerz, Unzufriedenheit.

Wo ist die Kraft, die Kraft alles zu ändern, den Weg des Glücks einzuschlagen?

„Tue etwas! Lebe dein Leben pragmatisch! Dann wirst du Glück erfahren.“, möchte ich Ihr zuschreien.

ohne Worte, schaut Sie in die Leere der Stadtmauern.

Sie könnte die Farbe auf die Leinwand bringen, welche Sie auf Fassaden und Gesichtern erkennt.

Was fehlt IHR?

Vielleicht…die Farbe.

Sie steigt aus.

 

-TNC